Registrierung Regeln Linkliste Kalender Mitgliederliste Teammitglieder Suche Häufig gestellte Fragen
externer Link - Nigeria-Forum Zur Startseite Portal

Benutzerdefinierte Suche
 
 
Portalmenü
» 1 Portal
» 2 Information


Forenliste
Binational-in
deutsch-afrikanisches Forum
Kenia-Forum
Nahost-Nordafrika-Türkei
Meta-Forum

Freunde-Liste
Die Freunde-Liste kann man nur nutzen wenn man im Board registriert und eingeloggt ist.

Boardmenü
Ihnen fehlen die Rechte dazu um den Inhalt dieser Box zu sehen.

multikulti-in.de binational-in.de » Kenia-Forum » Politik/Menschen in Kenia » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
Letzter Beitrag | Erster ungelesener Beitrag Druckvorschau | An Freund senden | Thema zu Favoriten hinzufügen
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Solaranlage ohne eigenes Dach oder Fläche...
Informationen direkt bei der Forenleitung
Keine Scheu, fragen kostet nichts!

08161 871911
Zum Ende der Seite springen Politik/Menschen in Kenia
Autor
Beitrag « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »
jimbo





Dabei seit: 21.01.2008
Beiträge: 157

Politik/Menschen in Kenia Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden        Zum Anfang der Seite springen

Ich wollte dies schon vorher tun, und ich tue es jetzt, weil in Kenia Wahlen anstehen und wir einen Schweizer (CH-kenianischer Doppelbürger) als bisherigen nationalen Abgeordneten im Parlament in Nairobi und Präsidenten des Regierungsbezirkes Ganze (im County Kilifi) haben.

Sein Name ist Peter Shehe (genannt "Safari") und er trat im März 2013 seine Aemter an nach seinem Wahlsieg. Peter Shehe, Jahrgang 1955, lebte in Ganze und arbeitete jahrelang in einer Cashewnut-Fabrik. Er lebte getrennt von seiner Frau und hatte mit ihr 4 Kinder. In Jahre 1989 machte er zufälligerweise die Bekanntschaft einer in etwa gleichaltrigen Schweizerin, welche er anschliessend heiratete. Von da an arbeitete er bis 2012 in der Reinigungsbranche (Abwart, Facility Manager). Er zog seine 4 Kinder aus erster Ehe in die Schweiz nach. Anscheinend war er ein angenehmer gesetzestreuer Bürger, der durch Freundlichkeit und Arbeitsamkeit auffiel und er wurde dementsprechend ohne Probleme eingebürgert.

Ich habe die weiteren Fakten aus Presseberichten in der Schweiz, die zum Teil lächerlich naiv sind und vielleicht ein bisschen überheblich gegenüber den Afrikanern. Gegenüber Peter Shehe übernehme ich die Tatsachen aus den Presseberichten (CH + Kenia), ich lasse aber auch meine Meinung einfliessen. Ich bin nicht a priori negativ eingestellt gegenüber Peter Shehe, im Gegenteil, ich bin beeindruckt von seinem Willen weiter zu kommen, seiner Zähigkeit, seinem Mut und Durchsetzungsfähigkeit. Ich glaube es hat viele Kenianer, die solche Fähigkeiten haben. Andererseits ist er auch ein Kind seines Landes und um Erfolg zu haben, muss er auch zum Hai werden unter Haien.

Er hat schon im 2008 um den Sitz von Ganze kandidiert und wurde knapp nicht gewählt. 2012 geht er aufs Ganze, kündigt seine Stelle in der Schweiz, lässt sich das Pensionskassenguthaben auszahlen (geschätzte 200'000 - 250'000 Franken),mobilisiert alle Ressourcen und kandidiert erneut 2013.

Schon im Wahlkampf wird er von der Blick Zeitung (entspricht der Bild Zeitung) begleitet. Er stilisiert sich als Kämpfer gegen die Korruption und will mit Schweizer Hilfe den Bezirk Ganze aus der Armut reissen. Aus dem Wahlkampf- bericht wird ersichtlich, dass Peter Shehe doch auch "konventionelle" Mittel einsetzt, wie finanzielle Hilfen an Personen, Geschenke etc. und er erzählt frei-mütig, er hätte seine ganze Ersparnisse im Wahlkampf eingesetzt. Der Reporter fragt zwar nach, ob das nicht Stimmenkauf sei, aber Shehe wiegelt ab, und der Reporter hakt nicht nach, weil er sich nicht als moralische Instanz über Shehe stellen will.

Für Peter Shehe nicht schlecht, wenn er zeigen kann, dass Schweizer und sogar die Presse ihn unterstützen und er eventuell zusätzliche Gelder für die Entwicklung eines der ärmsten Bezirken des Landes mobilisieren kann.
Bei der Auszählung der Stimmen warten Shehe und die Reporter auf die Er-gebnisse und es sieht schlecht aus für Shehe, die Reporter geben die Wahl schon verloren, er liegt im Rückstand und nur ein Wahlkreis ist noch offen. Shehe ist zuversichtlich, der Wahlkreis ist sein Geburtsort und das wird den Ausschlag geben. So trifft es auch ein. Shehe hat gewonnen, weil er seinen Wahlkreis gepflegt und gehegt hat und für den Rest den Korruptionsbekämpfer und Wirtschaftsförderer propagiert hat mit dem Einsatz der Presse aus der Schweiz.
Wie ich aus späteren Quellen erfahren habe, ging Shehe besonders macchiavellistisch vor, indem er sich nicht einer der grossen Gruppierungen angeschlossen hat, sondern mit 2 oder 3 anderen Politikern eine eigene nationale Partei gegründet hat, der Federal Party of Kenia, somit er glaubwürding den Antikorruptions-Wahlkampf gestalten konnte und er als "Unabhängiger" auftreten konnte. So hat er es zustande gebracht als Mitglied des kleinen Koamastammes den Parlamentssitz zu gewinnen in einem Bezirk mit 75% Giriama-Bevölkerung.
Die County Kilifi ist Raila-Land mit dem Gouverneur Amason Kingi. Shehe konnte alle anderen Stämme, die Uhuru-Anhänger und die Unabhängigen auf seine Seite ziehen und das Unmögliche wahr gemacht. Er hat den Bezirk Ganze im Sack und ist Regierungspräsident von Ganze und nationaler Abgeordneter. Eine Meisterleistung.

Sein Wahlerfolg wurde natürlich in der Heimat und den Erfindern der Demokratie am meisten gefeiert. Peter Shehe, unser "Safari" bringt den Kenianern die Demokratie, über Nacht kehren Ehrlichkeit und Gemeinsinn ein, und mit harter Arbeit wird die Armut bekämpft und das Armenhaus von Kenia
in einen blühenden Garten verwandelt wird.

Was soll man von Peter Shehe nun halten? Wie aus den zugänglichen Informationen ersichtlich hat er bis zu seinem Aufstieg ehrlich im Schweisse seines Angesichtes gearbeitet und war ein guter Familienvater, seine 2. Ehefrau (Schweizerin) bewundert ihn, seine schwarzen Kinder sind in der Schweiz und erwachsen und es ist alles in Ordnung, sonst hätte die Blickzeitung darüber berichtet.

Andererseits hat Shehe enorme Schlauheit und Erfolgswillen aufgebracht und in der notorisch schmutzigen kenianischen Politik noch verschlagenere Politiker ausgetrickst. Wieso macht das ein Kenianer, der in der Schweiz ein angenehmes Leben führt und z.B. nach ein paar Jährchen noch ein noch angenehmeres Leben als Rentner in Kenia führen kann, was viele von uns machen wollen?

Wenn man schlecht über Peter Shehe denkt dann ist die Antwort klar:
Ruhmsucht, Machtwillen, Gier nach Geld.
Wenn man die Sache differenziert sieht, dann muss man anerkennen, dass Shehe recht Geld für Beziehungspflege gesteckt hat, geschätzte 250'000 - 500'000 Franken. Er könnte ja immer noch ehrlich bleiben, weil die Gehälter für die Abgeordneten in Kenia riesig sind. Shehe verdient 4000 EUR im Monat als Regierungspräsident und 11'000 EUR als Abgeordneter + Dienstwagen, Wohnung in Nairobi + weitere Spesen.

Gegenüber der Blickzeitung gibt sich Shehe ganz bescheiden und gibt nur die 4000 EUR an und Naturaleinkommen. Die in der Schweiz sind ganz begeistert über diese republikanische Bescheidenheit.
Die Aufgabe von Shehe ist enorm und unmöglich, das muss man ehrlicherweise sagen. Da sind mausarme 140'000 Einwohner, 0 km asphaltierte Strassen, katastrophale Wasserversorgung und schlechte medizinische Verhältnisse. Das Budget ist 900'000,-- EUR im Jahr, davon über 50% Löhne der Verwaltung davon kassiert er allein 10%.

Shehe kehrt in die Schweiz zurück zu Besuch und versucht Kontakte zu knüpfen, er wird von der Regierung des Kantons Thurgau empfangen. Der Kanton Thurgau hat ein Jahres budget von EUR 2'000'000'000,-- bei etwa gleich viel Einwohnern wie Ganze. Ich gehe davon aus, dass Shehe eine Geldzuwendung erwartet hat, die er nicht kriegt. Seine Frau und andere Wohlmeinende gründen einen Verein zur Unterstützung von Ganze. Es werden aber nur wenige 10'000e Eur gesammelt. Der Kontakt mit Unternehmern geht auch fehl. Da kommt z.B ein Unternehmer aus dem Thurgau und führt eine Maschine für Wasserreinigung vor. Aber man stellt kein Trinkwasser mit einem Dieselgenerator her für längerfristig, da muss man doch Brunnen bohren. Shehe behauptet ja selber unter Ganze befinde sich ein Unterwasserfluss, wie der in Mtwapa.

Die Reporter kommen ab und zu zu Besuch. Da wird festgestellt, dass da gar nichts gemacht wurde, aber Shehe über eine gepanzerte Limousine und über 3 Leibwächter verfügt. Der Abgeordnete ist bereit zur Abfahrt nach Nairobi mit dem Wagen. Kostet dem Steuerzahler aber eine Stange Geld.

Shehe wird 2015 von der Antikorruptionsbehörde als besonders korrupter Amtsträger bezeichnet. Er wird angeklagt 40 Mio KSh. unterschlagen zu haben. Er hätte ein Netzwerk gegründet mit Unternehmern und Beamten, um diese Gelder zu unterschlagen.

Was soll man davon halten? Die Antikorruptionsbehörde hat sehr wenige korrupte Amtsträger entdeckt, davon ist Shehe einer der Prominentesten, dies bei einem Jahresbudget von 1 Mio. Eur. Zudem gehört Shehe nicht der Regierungspartei an. Nach dieser Geschichte hat sich Shehe auf Seiten von Jubilee gestellt und somit Uhuru. Im Juli 2017 waren Uhuru, Shehe und andere Jubilee Amtsträger an einer Wahlveranstaltung in Kilifi und drohten dem Gouverneur von Kilifi mit Gefängnis wegen Veruntreuung von 40 Milliarden Shilling. Da ist Shehe mit 40 Mio. ja ein kleiner Fisch.
Der Prozess von Shehe ist seit langem hängig in Malindi und im Moment versucht Shehe die Anklage zu demontieren wegen Formfehler, weil der Staatsanwalt 3 verschiedene Klagen eingereicht hat anstatt eine. Ganz klever der gute Peter, macht auf Verjährung/Versandung und ev. wird die Klage ja wegen Formfehler abgewiesen.

Zu gleicher Zeit hat Peter Shehe als Parteichef der Federal Party of Kenya Probleme mit den Parteifinanzen, weil der Generalsekretär mit der Parteikasse abgehauen ist (ca. 80000 EUR). Er wurde angeklagt, machte aber eine Gegenanzeige gegen Shehe wegen Veruntreuung von ein paar Tausend Euros.

In der Schweiz registriert man besorgt, dass unser Liebling in Korruptionsfällen verwickelt ist, und man weiss nicht auf welche Seite man sich stellen soll, auf die Seite von Shehe oder auf die Seite einer notorisch korrupten Justiz.

2016 kam die Erlösung. Shehe wurde freigesprochen im Falle der Veruntreuung von Parteigeldern. Die Blickzeitung sah das als Persilschein für Shehe. Aber eine reine Weste hat er ja nicht. Der andere Prozess über Steuergeldern ist ja noch hängig. Als Parteichef kann er sich sicher ein paar Tausend Euro als Spesen auszahlen lassen, da ist Shehe gerissen genug, da wird er ja nicht den Griff in die Kasse gemacht haben. Sieht auch nach einem Racheakt des ungetreuen Generalsekretärs aus. Der Freispruch von Shehe ist also fast logisch. Als Umkehrspruch könnte man ja die kenianische Justiz in den Himmel loben.

Also eine verwickelte Sache und der Einstieg in die Politik hat sich als zweischneidiges Schwert für Peter Shehe entwickelt. Anhand des Bildmaterials über Peter Shehe über den Zeitraum 2013-2017 kann man sagen, dass er recht gealtert und weniger fröhlich als vorher ist, wirkt verspannt und abgehetzt.
02.08.2017 03:29 jimbo ist offline E-Mail an jimbo senden Beiträge von jimbo suchen Nehmen Sie jimbo in Ihre Freundesliste auf
Gunter52 Gunter52 ist männlich





Dabei seit: 07.06.2012
Beiträge: 12
Herkunft: südl. Deutschland

RE: Politik/Menschen in Kenia Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden        Zum Anfang der Seite springen

..apropos Wahlen in Kenia...

Am Montag wurde die verstümmelte Leiche von Chris Msandos in Nairobi gefunden.

Er war ein hochrangiger Wahlbeamter, war für das elektronische Stimmenwahlsystem zuständig. Noch bevor der erste Testlauf stattfinden konnte, wurde er ermordet.

Jetzt werden für den Wahltag am 8. August wieder Wahlmanipulationen und
Unruhen befürchtet.


..ein kopfschüttelnder

Gunter
02.08.2017 10:35 Gunter52 ist offline E-Mail an Gunter52 senden Beiträge von Gunter52 suchen Nehmen Sie Gunter52 in Ihre Freundesliste auf
Gunter52 Gunter52 ist männlich





Dabei seit: 07.06.2012
Beiträge: 12
Herkunft: südl. Deutschland

RE: Politik/Menschen in Kenia Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden        Zum Anfang der Seite springen

...apropos Wahlen in Kenia....


Das vorläufige Endergebnis (mit oder ohne Manipulation)..

Uhuru Kenyatta 54,28 %

Raila Odinga 44,84 %

Der Rest verteilt sich auf kleinste Splitterparteien.

Das wichtigste an dieser Wahl war, es ist bis jetzt ruhig geblieben.


Gruß
Gunter
10.08.2017 12:34 Gunter52 ist offline E-Mail an Gunter52 senden Beiträge von Gunter52 suchen Nehmen Sie Gunter52 in Ihre Freundesliste auf
ukunda ukunda ist männlich





Dabei seit: 20.01.2008
Beiträge: 80
Herkunft: Schweiz

Achtung RE: Politik/Menschen in Kenia Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden        Zum Anfang der Seite springen

Ich frage mich ,wie jemand der 1989 eine Schweizerin kennengelernt hat und in die Schweiz gekommen ist ....in dieser kurzen Zeit 200- 250000.- Fr un die Pensionskasse bekommt???Dies als Hausabwart!!!
10.08.2017 15:23 ukunda ist offline E-Mail an ukunda senden Beiträge von ukunda suchen Nehmen Sie ukunda in Ihre Freundesliste auf
jimbo





Dabei seit: 21.01.2008
Beiträge: 157

Themenstarter Thema begonnen von jimbo
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden        Zum Anfang der Seite springen

Hat ab 1990 gearbeitet bis 2012 = 23 Dienstjahren/Beitragsjahren + Verzinsung
da kommt man schnell auf 200'000,-- Fr. PK-Guthaben. Und der Shehe war bei ordentlichen Firmen angestellt, hat also nicht ein Hungerlohn kassiert.
10.08.2017 18:57 jimbo ist offline E-Mail an jimbo senden Beiträge von jimbo suchen Nehmen Sie jimbo in Ihre Freundesliste auf
jimbo





Dabei seit: 21.01.2008
Beiträge: 157

Themenstarter Thema begonnen von jimbo
Wahlen Kenia Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden        Zum Anfang der Seite springen

Der Oppositionsverbund NASA anerkennt das Resultat nicht an, anhand eigener Zählungen liegt Raila in Führung. NASA behauptet jemand hätte den Computer der zentralen Wahlbehörde manipuliert, indem das Passwort des Ermordeten EDV-Zuständigen Msando verwendet wurde. NASA hat entsprechende Protokolle vorgelegt, inwieweit authentisch ist nicht von Dritten bestätigt worden. Die Wahlbehörde geht nicht konkret auf diese Vorwürfe ein, behauptet aber das System sei sicher und dicht.
10.08.2017 19:26 jimbo ist offline E-Mail an jimbo senden Beiträge von jimbo suchen Nehmen Sie jimbo in Ihre Freundesliste auf
ukunda ukunda ist männlich





Dabei seit: 20.01.2008
Beiträge: 80
Herkunft: Schweiz

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden        Zum Anfang der Seite springen

Ich glaubs trotzem nicht!! :-)
10.08.2017 19:48 ukunda ist offline E-Mail an ukunda senden Beiträge von ukunda suchen Nehmen Sie ukunda in Ihre Freundesliste auf
jimbo





Dabei seit: 21.01.2008
Beiträge: 157

Themenstarter Thema begonnen von jimbo
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden        Zum Anfang der Seite springen

Die Zeitung Blick meldet in der Ausgabe vom 15.8.2017, dass Peter Shehe abgewählt worden ist. Er schiebt die Niederlage seinen korrupten Gegner zu, die nach seiner Aussage Wahlfälschung betrieben haben. Er will weiterhin für die armen Kenianer kämpfen.

Die Wahrheit ist, dass sein Kampf aussichtslos war, ausser er hätte Wunder zugunsten der Bevölkerung vollbracht. Er war 2013 als unabhängiger Kandidat und Mitglied eines Minderheitsstammes mit einem Wahlanteil von 24,7% gewählt worden. Er hat den Raila-Mann (ODM) Edward Kahindi Kingi mit 21,4% und den Unabhängigen Joseph Kahindi Kingi mit 22.9% geschlagen. Der Bezirk Ganze ist Giriama-Land und ich nehme an die 2 Kingis sind Verwandte vom Gouverneur von Kilifi Amason Kingi. Zudem war noch ein anderer unabhängiger Kandidat
William Chengo Kenga mit 18,6% Wahlanteil zu verzeichnen und übrige Kandidaten mit ca. 10%.

Peter Shehe ist 2013 nur gewählt worden, weil die Giriamakandidaten so siegessicher waren, dass sie ihre Kräfte zersplittert haben und sie deshalb von der Kampagne von Shehe überrascht wurden und am Wahltag stimmenmässig überholt wurden.

Nun 2017 ist Shehe auf den Wahlkampf-Zug von Uhuru Kenyatta gestiegen und beide haben einen Antikorruptions-Wahlkampf gegen den amtierenden Gouverneur von Kilifi, Amason Kingi geführt. Ich nehme an, dass sich die Giriamas in Ganze diesmal besser organisiert haben, da hatte er keine Chance.

Er will den Kampf gegen Armut und Korruption weiterführen und ersucht um Spenden aus der Schweiz. Mich nimmt Wunder,wieviel Geld aus seinen Bezügen von mindestens 15000 EUR monatlich er den Armen gespendet hat.
15.08.2017 05:20 jimbo ist offline E-Mail an jimbo senden Beiträge von jimbo suchen Nehmen Sie jimbo in Ihre Freundesliste auf
dc9fo dc9fo ist männlich



images/avatars/avatar-1001.jpg



Dabei seit: 09.07.2009
Beiträge: 33
Herkunft: Deutschland

RE: Wahlen Kenia Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden        Zum Anfang der Seite springen

Auf K24 wurde das von NASA vorgelegte Logfile untersucht und festgestellt, dass tatsächlich jemand versucht hatte, sich mit Msandos Account einzuloggen. Allerdings wurden diese Einloggversuche abgewiesen.

Part 1
Part 2

Das erscheint auch logisch. Wenn ein Mitarbeiter, der Zugang zum IT-System einer Firma hat, ausscheidet, so wird umgehend der entsprechende Account deaktiviert. Spätestens mit Auffinden des Toten war der Zugang mit dessen Account und Passwort nicht mehr möglich.
Wie in dem Video zu sehen ist, geschah der erste Login-Versuch am 8.8.2017 um 04:46:11 mit dem Usernamen Chebukati der abgewiesen wurde.
Um 09:05:25 kam es zu einem zweiten Loginversuch mit dem Namen Msando. Auch der wurde geblockt.
Es ist also ziemlih unwahrscheinlich, dass auf diesem Wege ein erfolgreiches Hacking erfolgt ist bzw. bewiesen werden kann. Vorausgesetzt das Logfile ist echt.

__________________
Mein Kenya Blog
15.08.2017 14:55 dc9fo ist offline E-Mail an dc9fo senden Homepage von dc9fo Beiträge von dc9fo suchen Nehmen Sie dc9fo in Ihre Freundesliste auf
Baumstruktur | Brettstruktur
Zum Anfang der Seite springen Neues Thema erstellen Antwort erstellen
multikulti-in.de binational-in.de » Kenia-Forum » Politik/Menschen in Kenia

Views heute: 9.705 | Views gestern: 11.669 | Views gesamt: 106.384.063


Design-Beratung: Patricia Kunze (paby)
Hosting / Technik: gaddings.de

Impressum

Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH